Ewig dein – Daniel Glattauer

Ewig dein – Daniel Glattauer

Hier findet ihr meine Rezension zu “Ewig Dein” von Daniel Glattauer.

20161030_073548

Judith ist glückliche Single-Frau. Ihr Leben ist angefüllt mit ihrem Beruf als Inhaberin eines Lampengeschäfts. Sie ist beliebt in ihrem Freundeskreis und wird von ihrer Familie geschätzt. In einem Lebensmittelgeschäft läuft sie Hannes Bergtaler über den Weg, einem charmanten Architekten der sich anstellt ihr Herz zu erobern. Doch was wie eine zarte Liebesgeschichte beginnt, entwickelt sich bald zu einem undurchdringbaren Psychodschungel.

Dem Buch fehlt leider eine gewisse Tiefe, die Charakterbildung wurde anscheinend zugunsten des Plotts gekürzt. So bleiben vor allem die Motive von Hannes deutlich im Hintergrund, was der Spannung abträglich ist. Judiths‘ Charakterzüge werden so gut wie gar nicht deutlich und es scheint eher, dass die Figur sich nur dem Plott dienlich verhält, zuerst naiv, dann verängstigt und schließlich entschlossen und voller Energie – wobei das in Anbetracht verschiedener Umstände im Verlauf des Buchs mehr als unwahrscheinlich erscheint.

Daniel Glattauer hat uns zarte Romane wie „Gut gegen Nordwind“ geschenkt und auf den ersten Blick scheint auch „Ewig dein“ genauso ein Roman zu sein. Am Ende des Buchs wird aber kein Stein mehr auf dem anderen sein und die LeserInnen bleiben verstört zurück.

frosch-leer

Zum Buch:

Titel: Ewig Dein
Autor: Daniel Glattauer
Genre: Roman
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-344-247-8811
Preis: € 8,99

 

[warning]Klappentext: Im Supermarkt lernt Judith, Mitte dreißig und Single, Hannes kennen; Architekt, ledig und in den besten Jahren. Hannes ist nicht nur der Traum aller Schwiegermütter – auch Judiths Freundeskreis ist restlos begeistert. Und anfangs ist sie das ja auch…

„Wir werden uns bestimmt nicht aus den Augen verlieren“, sagte sie. Jetzt lachte er mit seiner gesamten Weißzahnpalette: „Nein, das werden wir bestimmt nicht.“ Sie stand auf und wandte sich, um einen dramatischen Abschiedskuss zu verhindern, sofort dem Ausgang zu „Das werden wir bestimmt nicht, Liebling“, rief er ihr nach. [/warning]

Schreibe einen Kommentar